Das neue Huawei Mate 40 Pro

Pünktlich zum Black Friday wird das neue Flaggschiff von Huawei auf dem Markt erscheinen. Lohnt sich der Einkauf? Was sind die genauen technischen Daten? Wir haben das Telefon etwas genauer unter die Lupe genommen.

Der Preis

High-End soll es sein, und daher muss es auch ‚High-End‘ Kosten. Das zumindest hat sich Huawei so gedacht. Das Telefon wird für 1250 € auf den Markt kommen. Damit soll es 100 € mehr kosten, als im Vorjahr das Mate 30 Pro gekostet haben soll. Außerdem sind das weitere 200 € mehr, als das P40 Pro zur Veröffentlichung kostete. Das ist ein stolzer Preis, wenn man bedenkt, dass man dafür bereits einen riesigen High-End Gaming Laptop bekommen kann, der tatsächlich ‚High-End‘ ist.

Das Display

Das Display des Mate 40 Pro ist mit 6,76 Zoll größer als sein Vorgängermodell. Es verfügt über einen OLED Touchscreen und läuft mit 90 Hz. Das ist eine gerade mal durchschnittliche Zahl für ein neu herausgebrachtes Flaggschiff. Zum Vergleich: Samsung Telefone der Galaxy S20 Reihe, die bereits im Februar vorgestellt worden sind, laufen mit 120 Hz. Den Unterschied bemerkt man nur, wenn man möglichst geschmeidig über den Bildschirm wischen möchte, oder schnelle Spiele spielt, wie im Schweizer Casino, Ego-Shooter oder Actiongames, bei denen es rasant zugeht, und eine hohe Bildschirmauffrischungsrate die Grafik flüssiger gestalten muss.

Die Kamera

Vergleicht man das Mate 40 Pro mit dem P40 Pro, so stellt man fest, dass die Kamera größtenteils identisch geblieben ist. Es gibt einen 50 MP-Sensor, der mit einer Blende von 1,8f Bilder schießt. Außerdem verfügen beide Handys über eine 12 Megapixel Teleskoplinse und ein Ultraweitwinkelobjektiv und etwas weniger Megapixel. Das Mate 40 Pro hat 20 Megapixel, während das P40 Pro mit 40 Megapixel aufwartet.

Was tatsächlich neu ist, ist die 13 Megapixel Kamera für Selfies.

Ladefunktion und Batterie

Da das Mate 40 Pro auch deutlich größer vom Display her ist, musste die Batterie und die Schnellladefunktion geupdatet werden. Das Telefon lädt am Kabel nun mit 66 W und kabellos mit 50W. Verglichen mit dem P40 Pro lädt es jedoch generell gesehen nicht schlechter. Das Mate 40 pro erreichte in 30 minuten von 0 aus die 87 %. Nach 45 Minuten war es voll geladen. Das P40 pro erreichte nach 30 Minuten 80 % und war nach 50 Minuten voll. 5 Minuten Unterschied beim vollladen rechtfertigen es kaum, 1200 € für ein neues Telefon auszugeben.

Fehlende Google services

Mehr als anderthalb Jahre ist es jetzt her, dass Huawei die Lizenz für Google Angebote entzogen worden ist. Das P30 und das P30 Pro kamen damals noch mit Facebook, WhatsApp und Instagram auf den Markt. Das P40 durfte jedoch nicht mehr mit der vorinstallierten Software ausgeliefert werden. Stattdessen nutzt Huawei, auch wenn es im Kern mit Android läuft, das hauseigene Betriebssystem Emui. Problematisch ist hier, das nicht alle Apps mit dem System funktionieren. Besonders Apps von kleineren Unternehmen oder Drittanbietern sind darauf nicht ausgelegt. Wir raten vor dem Kauf dazu, dass Sie sich besonders bei Ihrer Bank informieren, ob Online Banking, Tan-Angebote und Push-Nachrichten Ihrer Bank mit Emui vereinbar sind.

Huawei's Mate 40 Pro announced with speedy 50W wireless charging - The Verge

Tatsächlich ist es trotzdem möglich, Google Services auf dem Telefon zu installieren. Dafür muss das Smartphone gerootet werden. Das bedeutet, dass Sie tiefgehend in die Systemeinstellungen eingreifen müssen, und damit auch gleichzeitig die Herstellergarantie verlieren. In den meisten Fällen geht das Rooten gut, es kommt aber auch vor, dass dabei ein Fehler im System auftritt, und das ganze Telefon unbrauchbar wird.

Add Comment