Trotzfehlender Stars ist die Handball-WM ein voller Erfolg

Trotzfehlender Stars ist die Handball-WM ein voller Erfol

NochvorwenigenMonaten wusste in Deutschland kaum jemand, dass schon bald das nächste große Heimturnier ansteht. Doch mittlerweile sind alle wieder vom Virus befallen, den der Handball bei großen Turnieren auszusenden scheint. Auch in Dänemark ist die Euphorie riesig. Trotz dem Fehlen einiger internationaler Topstars entwickelte sich die Handball-WM zu einem vollen Erfolg.

Lange kein Karabatic – na und?

SOURCE: Twitter

Wenn man wie die Zeit den Handball mit Fußball vergleicht, gibt es ohnehin nur wenig Anhaltspunkte, die beide Sportarten heutzutage noch gemeinsam haben. Wenn jedoch Lionel Messi bei einer Fußball Weltmeisterschaft verletzt ausfallen würde, wäre Argentinien vermutlich am Ende und würde die weiße Fahne hissen. Bei Frankreichs Handballern ist das nicht so. Nikola Karabatic, das Gesicht der Mannschaft über das vergangnene Jahrzehnt hinweg, fehlte bis zum letzten Hauptrundenspiel wegen einer Fußverletzung. Hat bei der Équipe Tricolòre aber niemanden gestört. Stattdessen wurde der Halbfinaleinzug dank Deutschland schon am zweiten Spieltag eingetütet.

Karabatic ist keinesfalls der einzige Spieler, der das Weltturnier verpasste. Wie im Betway Blog beschrieben ist es eine ganze Reihe von Spielern, die 2019 nur zuschauen müssen. Zu ihnen gehören aus weniger schweren Gründen auch zwei weitere Franzosen. Thierry Omeyer beendete seine Nationalelfkarriere, Daniel Narcisse seine gesamte aktive Zeit. Doch auch bei der deutschen Mannschaft blickten die Verantwortlichen auf einige Härtefälle, in erster Linie Julius Kühn. Der Rückraumspieler von der MT Melsungen fiel mit einem Kreuzbandriss für das Turnier aus. Sportliche Gründe waren unterdessen für die Nichtberücksichtigung von Tobias Reichmann verantwortlich. Seine Reaktion auf die Ausladung war weniger weltmeisterlich. Hinzu kamen wichtige Spieler diverser anderer Nationen wie Islands Sigurdsson, Argentiniens Diego Simonet oder Norwegens Kent Tonnesen. Zumindest die Ergebnisse von Norwegen stimmten am Ende immer noch mit dem Halbfinaleinzug.

Trotzdem gute Stimmung in den Arenen

Allen negativen Voraussetzungen zum Trotz wurde das Turnier für die Ausrichter noch lange vor der K.o.-Runde zu einem großen Erfolg. Dafür verantwortlich ist vor allem die Stellung des Handballs in Dänemark und Deutschland, wo er der zweitgrößte Sport ist. Im Vergleich mit den derzeitpräsentenWintersportkannerschließlich zu jeder Jahreszeit gespielt werden. Die Euphorie in Berlin und Köln war bei den deutschen Spielen in der Vorrunde und Hauptrunde großartig, was sich im Hamburger Halbfinale fortsetzen sollte. Doch selbst in München war ohne deutsche Spiele viel los, als sich die Vorrundengruppe mit Kroatien und Spanien duellierte.

In Dänemark freute man sich vor allem dank der skandinavischen Hauptrundengruppe, die ohnehin volle Hallen noch einmal zusätzlich in Euphorie versetzte. Duelle gegen die nördlichen Nachbarn Norwegen und Schweden schaut sich im Nachbarland jeder gerne an. Die Arenen in Kopenhagen und im Finalspielort Herning waren komplett in rot getaucht. Nun hoffen die vier verbliebenen Mannschaften aus Deutschland, Dänemark, Norwegen und Frankreich, genau hierhin zu reisen. Allerdings nicht zum Spiel um Platz 3, sondern zum großen Finale. Das steigt am Sonntagabend um 17.30 Uhr.

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